IT: Bischof will Bürgermeister gegen Gendertheorie

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IT: Bischof will Bürgermeister gegen Gendertheorie

Bischof von Verona ruft Gläubige zur Berücksichtigung christlicher Werte bei der Bürgermeisterwahl auf.

Im laufenden Wahlkampf vor der Bürgermeisterwahl hat der Bischof der norditalienischen Stadt Verona, Giuseppe Zeni, die Priester seiner Diözese dazu aufgerufen, Gläubige dabei zu unterstützen, jene Kandidaten zu finden, die sich an katholische Werte halten. Der Bischof betonte in einem Brief an die Priester, jene Kandidaten müssten unterstützt werden, welche die traditionelle Familie unterstützen und Gender-Theorien, Abtreibung und Euthanasie ablehnen.

Christliche Werte

"Es geht nicht darum, sich auf die Seite von Parteien oder Personen zu stellen, sondern darum, das Vorhandensein oder Fehlen von zivilen Werten mit christlichen Wurzeln aufzuzeigen", argumentiert der 75-jährige Bischof. In dem Schreiben wies der Bischof auf weitere Werte hin, auf die die Gläubigen bei der Prüfung der Programme der Kandidaten achten sollten. Konkret nannte er "das Problem der Arbeitslosigkeit, der Armut, die Berücksichtigung Behinderter, die Aufnahme von Ausländern, Aufmerksamkeit für die Jugend und die katholischen Schulen, angefangen bei den Kindergärten".

Harter Wahlkampf

In Verona findet ein zähes Wahlduell um den Bürgermeisterposten statt. In der Stichwahl am kommenden Sonntag fordert der sozialdemokratische Kandidat und Ex-Fußballer Damiano Tommasi den Amtsinhaber Federico Sboarina, der von den Mitte-Rechts-Parteien unterstützt wird, heraus. Beim ersten Wahlgang am 12. Juni hatten sich die Mitte-Rechts-Parteien in mehreren größeren Städten durchgesetzt.