Polizei

Mordanklage gegen 46-Jährigen in OÖ

Im Bezirk Vöcklabruck wird gegen einen Mann Mordanklage erhoben, der Anfang des Jahre seine Ehefrau mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet haben soll. 

Die Staatsanwaltschaft Wels hat Mordanklage gegen einen 46-Jährigen erhoben, der Anfang des Jahres in Weißkirchen im Attergau (Bezirk Vöcklabruck) seine 42-jährige Ehefrau mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet haben soll. Eine Behördensprecherin bestätigte der APA einen Bericht der "Kronen Zeitung" (Freitag-Ausgabe). Der Mann war von Beginn an geständig. Hintergrund dürften häufige Beziehungskonflikte des Paares gewesen sein. Die Frau hinterließ fünf Kinder.

Täter informierte die Polizei

Am Nachmittag des 8. Jänner soll der gebürtige Deutsche im gemeinsamen Haus eine Faustfeuerwaffe auf seine am Esstisch sitzende Ehefrau gerichtet und sie durch einen Schuss in den Hinterkopf tödlich verletzt haben. Danach informierte er über Notruf die Polizei und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er war bis dahin behördlich völlig unauffällig, auch seine Waffen - neben der auf ihn zugelassenen Tatwaffe wurden drei weitere Langwaffen sichergestellt - besaß der ehemalige Jäger legal.

Kein konkreter Grund

Auch wenn der 46-Jährige die Tat zugibt, so hat er laut Staatsanwaltschaft keinen konkreten Grund dafür genannt - nur, dass es immer wieder Beziehungsstreitigkeiten und ständige Provokationen durch seine Frau gegeben habe. Den Auslöser für die Tat konnte oder wollte er aber nicht angeben. Das Paar hatte offenbar geplant, vor dem Hintergrund der Corona-Maßnahmen seine Zelte in Österreich abzubrechen und nach Schweden auswandern. Darüber habe aber Einigkeit geherrscht.

Die Frau hatte zwei ältere Kinder mit in die Beziehung gebracht, gemeinsam hatte das Paar drei Kinder im Volksschulalter. Zumindest ein Teil der Kinder dürfte zum Tatzeitpunkt im Haus gewesen sein, mit Angaben dazu hielten sich die Ermittler aber stets bedeckt.

Bisher kein Verhandlungstermin

Die Anklageschrift ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hat nun zwei Wochen Zeit, Beschwerde dagegen einzubringen. Daher steht auch noch kein Verhandlungstermin fest. Im Fall einer Verurteilung droht eine bis zu lebenslange Haftstrafe.