Sanna Marin

Selenskyj dankt Marin für finnische Unterstützung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt Finnland für seine Unterstützung im Krieg gegen Russland.

"Finnlands militärische Hilfe bedeutet und sehr viel", schrieb Selenskyj auf Facebook nach einem Gespräch mit Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin, die zu einem Besuch in der Ukraine war.
Marin stattete auch den zerstörten Kiewer Vororten Irpin und Butscha einen Besuch ab. Selenskyjs Büro zufolge würdigte Marin den Mut der Ukrainer.

Russisches Vorgehen ist "Wendepunkt"

Das Vorgehen Russlands in der Ukraine sei ein Wendepunkt für die Welt und die Beziehungen zu Moskau könnten nicht wieder so werden wie vor der Invasion des Landes, erklärte Marin. "Wir, Finnland, unterstützen alle Maßnahmen des Internationalen Strafgerichtshofs, um diese Verbrechen zu untersuchen, Beweise für künftige Verfahren zu sammeln und Russland zu verurteilen", sagte Marin nach Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten und dem Premierminister.

"Was geschehen ist, was Russland getan hat, ist ein Wendepunkt für die gesamte europäische Familie und die ganze Welt. Wir sehen, dass das alte Arrangement zerstört worden ist und es keine Rückkehr zu den früheren Beziehungen gibt", sagte sie über einen Übersetzer.

Russland hat bestritten, Zivilisten ins Visier genommen zu haben, und wies die Behauptungen, seine Truppen hätten Gräueltaten verübt, als "monströse Fälschung" zurück, mit der die russische Armee verunglimpft werden solle.

1.300 km gemeinsame Grenze zwischen Finnland und Russland

Finnland, ein Mitglied der Europäischen Union, hat eine 1.300 km lange gemeinsame Grenze mit Russland. Nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine hat das nordische Land in diesem Monat einen Politikwechsel vollzogen und erklärt, dass es dem NATO-Verteidigungsbündnis beitreten wolle.

Militärische Unterstützung

Helsinki hat der Ukraine auch militärische Hilfe geleistet und Kiews Antrag auf Beitritt zur EU unterstützt. "Für uns ist Finnlands militärische Hilfe sehr wertvoll", schrieb Selenskyj auf Facebook. "Waffen, Sanktionspolitik und die Einigkeit unserer Partner in der Frage des EU-Beitritts der Ukraine - das ist es, was uns bei der Verteidigung unseres Landes Kraft geben kann."